Am 28. August 2026 wird der Blutmond Basel kurz vor Sonnenaufgang zu einem der auffälligsten astronomischen Ereignisse des Jahres über der Nordwestschweiz. Die partielle Mondfinsternis beginnt für Beobachter zunächst unauffällig gegen 03:23 Uhr MESZ mit dem Eintritt in den Halbschatten; ab etwa 04:34 Uhr schiebt sich der dunkle Kernschatten der Erde sichtbar über die Mondscheibe. Das Maximum folgt gegen 06:13 Uhr, wenn die umbrale Magnitude 0,9299 erreicht und der Mond in Basel nur noch ungefähr fünf Grad über dem Westsüdwest-Horizont steht. Total wird die Finsternis nicht, obwohl ein grosser Teil der Mondscheibe dunkel und teilweise kupferrot erscheinen kann. Der Mond geht in Basel ungefähr gegen 06:49 Uhr unter, sodass die Stadt das globale Ende der Finsternis nicht mehr erlebt, berichtet BaselPost mit Blick auf die astronomischen Berechnungen der NASA.

Für Basel entscheidet deshalb ein Detail über die Beobachtung: Nicht maximale Dunkelheit, sondern ein freier Westsüdwest-Horizont ist nötig. Zwischen 04:34 und etwa 05:30 Uhr steht der Mond noch hoch genug, um ihn auch von vielen städtischen Standorten zu sehen; danach werden Häuser, Bäume und Hügel zunehmend zum Problem. Beim Maximum bleiben zwischen Mond und mathematischem Horizont nur rund fünf Grad. Die besten Bedingungen bieten offene oder erhöhte Standorte, deren Blickrichtung nach Westen nicht durch Bebauung oder Gelände abgeschnitten wird.

Die wichtigste Zeit für Basel liegt zwischen etwa 04:30 und 06:30 Uhr am Freitagmorgen, 28. August 2026.

Wann beginnt die Mondfinsternis in Basel und wann ist das Maximum?

Die Mondfinsternis Basel dauert astronomisch wesentlich länger, als sie von Basel aus beobachtet werden kann. Der Mond tritt zuerst in den Halbschatten der Erde ein. Diese Phase ist visuell schwach und wirkt zunächst eher wie eine leichte Abdunkelung einer Seite der Mondscheibe.

Erst der Eintritt in den Kernschatten macht das Ereignis deutlich. Die NASA berechnet für den 28. August den Beginn der partiellen Phase um 02:33:48 UTC. Da in Basel Ende August MESZ beziehungsweise UTC+2 gilt, entspricht dies 04:33:48 Uhr Ortszeit. Das Maximum folgt um 04:12:49 UTC beziehungsweise 06:12:49 Uhr MESZ.

Phase am 28. August 2026Zeit in BaselWas passiert?
Beginn Halbschattenca. 03:23 UhrMond wird zunächst leicht dunkler
Beginn Kernschatten04:33:48 Uhrdeutlich sichtbare partielle Finsternis beginnt
05:00 Uhrlaufende Finsternisdunkler Bereich wächst sichtbar
06:00 Uhrkurz vor MaximumMond bereits sehr tief im Westsüdwesten
Maximum06:12:49 Uhrumbrale Magnitude 0,9299
Monduntergang Baselca. 06:49 Uhrlokale Beobachtung endet
Ende Kernschatten globalca. 07:52 Uhr MESZin Basel nicht mehr sichtbar
Ende Halbschatten globalca. 09:01 Uhr MESZMond längst untergegangen

Die offiziellen Berechnungen sind im NASA-Katalog für die Finsternisse 2026 dokumentiert. Kleine Abweichungen von einer Minute in verschiedenen astronomischen Kalendern entstehen durch Rundungen und die Darstellung lokaler Kontaktzeiten.

„2026 Aug 28 – Partial – magnitude 0.930.“ (NASA Goddard Space Flight Center, Eclipse Catalog)

Die Magnitude von 0,9299 darf nicht einfach als «92,99 Prozent der Mondfläche» gelesen werden. Sie beschreibt, wie weit der Monddurchmesser in Einheiten seines Durchmessers in den Kernschatten eindringt. Für eine totale Mondfinsternis müsste die umbrale Magnitude mindestens 1 erreichen.

Was wird man beim Blutmond über Basel tatsächlich sehen

Der Begriff Blutmond 2026 suggeriert eine vollständig dunkelrote Mondscheibe. Genau das passiert in Basel am 28. August nicht. Es handelt sich um eine tiefe partielle Mondfinsternis, bei der ein schmaler Bereich der Mondscheibe ausserhalb des Kernschattens bleibt.

Kurz nach 03:23 Uhr sind die Veränderungen noch gering. Ab etwa 04:34 Uhr erscheint am Mondrand eine klar erkennbare dunkle Zone. Diese wächst während der folgenden rund 99 Minuten immer weiter, während der Mond gleichzeitig Richtung Westsüdwest sinkt. Gegen 06:13 Uhr erreicht die Finsternis ihr Maximum.

Dabei entsteht ein hoher Helligkeitskontrast. Der nicht vom Kernschatten erfasste Teil bleibt deutlich heller, während die tief im Erdschatten liegenden Bereiche dunkelrot, braunrot oder kupferfarben wirken können. Wie intensiv die Farbe erscheint, hängt auch vom Zustand der Erdatmosphäre ab.

Der Mond wird in Basel nicht vollständig verschwinden und auch nicht vollständig rot werden.

Die Rotfärbung hat eine physikalische Ursache. Die Erde blockiert während einer Mondfinsternis das direkte Sonnenlicht. Ein Teil des Sonnenlichts durchquert jedoch die Erdatmosphäre, wobei kurzwelliges blaues Licht stärker gestreut wird und rote beziehungsweise orange Wellenlängen bis in den Erdschatten gelangen.

Beim Basler Ereignis kommt ein weiterer Effekt hinzu. Der Mond befindet sich beim Maximum nur wenige Grad über dem Horizont. Sein Licht legt deshalb einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurück, wodurch die Scheibe zusätzlich gelblich, orange oder rötlich wirken kann.

Wo sieht man die Mondfinsternis in Basel am besten

Für die Mondfinsternis 2026 ist ein Standort mit freiem Blick nach Westsüdwest wichtiger als ein besonders dunkler Beobachtungsplatz. Beim Maximum gegen 06:13 Uhr beträgt die Mondhöhe nur noch ungefähr fünf Grad. Schon relativ weit entfernte Hindernisse können den Mond deshalb verdecken.

Eine ausgestreckte Faust entspricht am Himmel grob zehn Grad. Fünf Grad sind damit nur etwa eine halbe Faustbreite über dem Horizont. Wer zwischen hohen Häusern steht oder unmittelbar westlich eine Baumreihe vor sich hat, kann das Maximum verlieren, obwohl der Himmel darüber wolkenlos ist.

Für Basel kommen vor allem folgende Standorttypen infrage:

  • offene Bereiche auf dem Bruderholz mit freier Sicht nach Westen;
  • erhöhte Punkte ohne Bäume oder Gebäude im Westsüdwesten;
  • offene Flächen am Stadtrand;
  • geeignete Rheinabschnitte mit langer Sichtachse;
  • Aussichtspunkte, deren tatsächlicher Horizont vorab geprüft wurde.

Die Pfalz beim Basler Münster bietet laut Basel Tourismus einen weiten Blick über die Stadt und Richtung Dreiländereck. Für die Finsternis zählt allerdings nicht das Panorama allein. Entscheidend ist, ob die Sicht in der konkreten Mondrichtung von ungefähr Westsüdwest bis Westen frei bleibt.

Welche Uhrzeit eignet sich für welche Beobachtung?

Wer die komplette sichtbare Entwicklung verfolgen möchte, sollte gegen 03:15 Uhr bereit sein. Fotografisch und mit blossem Auge interessanter wird die Finsternis ab ungefähr 04:34 Uhr. Zwischen 05:00 und 06:00 Uhr nimmt die Verdunkelung deutlich zu, ohne dass der Mond bereits unmittelbar am Horizont steht.

Für das Maximum sollte der Standort spätestens gegen 05:45 Uhr bezogen sein. Ein Ortswechsel um 06:10 Uhr ist wenig sinnvoll, weil der Mond dann bereits extrem tief steht.

  1. Standort am Vortag bei Tageslicht kontrollieren.
  2. Freie Sicht nach Südwest, Westsüdwest und Westen prüfen.
  3. Gegen 04:15 Uhr am Beobachtungsort eintreffen.
  4. Ab 04:34 Uhr den Eintritt des Kernschattens verfolgen.
  5. Zwischen 05:45 und 06:20 Uhr besonders auf den tiefen Horizont achten.
  6. Mit dem Verschwinden des Mondes hinter dem lokalen Horizont vor etwa 06:49 Uhr rechnen.

Ein dunkler Platz im Wald ist für dieses Ereignis eine schlechte Wahl, wenn Bäume den Westhorizont verdecken. Die Helligkeit des Vollmondes macht urbane Lichtverschmutzung vergleichsweise wenig relevant.

Wie fotografiert man den roten Mond über Basel

Der tiefe Mondstand eröffnet interessante Motive mit Basler Stadtsilhouette, Landschaft oder Gebäuden im Vordergrund. Gleichzeitig erschwert die Atmosphäre die Detailfotografie. Luftunruhe, Dunst und dünne Wolken wirken sich wenige Grad über dem Horizont stärker aus. Für eine grosse Mondscheibe im Bild ist ein Teleobjektiv erforderlich. Mit einem Weitwinkelobjektiv erscheint der Mond wesentlich kleiner, als er mit blossem Auge subjektiv wahrgenommen wird. Ein stabiles Stativ erleichtert Aufnahmen während der dunkleren Phase.

  • RAW statt ausschliesslich JPEG bietet mehr Spielraum bei der Bearbeitung.
  • Autofokus kann am dunklen Mondrand versagen; manuelles Fokussieren ist zuverlässiger.
  • Unterschiedliche Belichtungen helfen beim grossen Kontrast zwischen hellem und verfinstertem Bereich.
  • Lange Belichtungszeiten können wegen der Mondbewegung Details verwischen.
  • Ein Vordergrund sollte bereits vor der Nacht als Bildkomposition geplant werden.

Die Phase nahe 06:13 Uhr ist nicht automatisch fotografisch die beste. Einige Minuten früher steht der Mond höher und damit in einer atmosphärisch günstigeren Position, während bereits ein grosser Teil der Scheibe im Erdschatten liegt.

Für Fotos kann die Zeit vor dem astronomischen Maximum attraktiver sein als das Maximum selbst.

Was entscheidet beim Wetter über die Sichtbarkeit

Eine Mondfinsternis lässt sich nicht durch dünne Bewölkung «hindurchplanen». Geschlossene Wolken verhindern die Beobachtung vollständig. Bei einzelnen Wolkenfeldern kann dagegen bereits eine Lücke von wenigen Minuten genügen, um die fortgeschrittene partielle Phase zu sehen.

Für Basel ist am Morgen des 28. August besonders die Bewölkung am westlichen Horizont relevant. Ein klarer Himmel direkt über der Stadt garantiert noch keine Sicht, wenn eine tiefe Wolkenbank im Westen liegt. Dunst kann den sehr niedrig stehenden Mond zusätzlich abschwächen.

Die belastbare Wetterentscheidung fällt deshalb kurzfristig. Prognosen mehrere Wochen im Voraus können keine konkrete Wolkendecke für die Beobachtungszeit bestimmen. Für die Nacht vom 27. auf den 28. August sind die aktuellen Vorhersagen, Satellitenbilder und Radardaten des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz die relevante Schweizer Quelle.

Ist der Blutmond gefährlich für Augen oder Gesundheit

Nein. Eine Mondfinsternis kann ohne Schutzbrille direkt betrachtet werden. Das gilt sowohl für das blosse Auge als auch für Fernglas und Teleskop, solange tatsächlich der Mond beobachtet wird.

Hier besteht ein fundamentaler Unterschied zur Sonnenfinsternis. Beim direkten Blick auf die Sonne können Netzhautschäden entstehen; für die Sonnenbeobachtung gelten deshalb spezielle Schutzanforderungen. Die NASA erläutert die Sicherheitsregeln für Sonnenfinsternisse ausdrücklich getrennt von der Beobachtung einer Mondfinsternis.

Eine sogenannte Blutmondstrahlung oder eine gesundheitliche Wirkung der Rotfärbung existiert nicht. Die rote Farbe entsteht durch Lichtstreuung und Lichtbrechung in der Erdatmosphäre. Sie verändert die Mondstrahlung nicht in eine für Menschen gefährliche Form.

Praktische Risiken liegen vielmehr in den Umständen der Beobachtung:

  • Aussichtspunkte und Wege sind zwischen 03:00 und 06:00 Uhr dunkel.
  • An Hängen und Böschungen besteht bei schlechter Sicht Sturzgefahr.
  • Müdigkeit kann nach der Beobachtung die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.
  • Teleskope dürfen nach Sonnenaufgang niemals ungeschützt auf die Sonne gerichtet werden.

Sonnenfinsternisbrillen sind für den Blutmond nicht nötig. Sie würden die ohnehin dunkler werdende Mondscheibe sogar so stark abschwächen, dass eine sinnvolle Beobachtung kaum möglich wäre.

Was ist am 28. August in Basel besonders wichtig

Für Basel treffen beim Maximum drei Faktoren gleichzeitig zusammen: eine tiefe partielle Finsternis, ein sehr niedriger Mond und die beginnende Morgendämmerung. Genau diese Kombination unterscheidet das Ereignis von einer Mondfinsternis, deren Maximum hoch am dunklen Nachthimmel stattfindet.

Der Termin fällt auf einen Freitagmorgen. Wer das Ereignis vollständig verfolgen will, muss entsprechend früh beginnen. Für eine kürzere Beobachtung reicht die Zeit ab ungefähr 05:00 Uhr, wenn der Kernschatten bereits deutlich über die Mondscheibe vorgedrungen ist.

Wichtig für BaselKonkrete Information
DatumFreitag, 28. August 2026
Halbschatten abca. 03:23 Uhr MESZ
Partielle Phase ab04:33:48 Uhr MESZ
Maximum06:12:49 Uhr MESZ
Magnitude0,9299
Artpartielle Mondfinsternis
Blickrichtung MaximumWestsüdwest
Mondhöhe Maximumnur etwa 5°
Monduntergang Baselungefähr 06:49 Uhr
Schutzbrillenicht erforderlich
Wichtigster Standortfaktorfreier Westsüdwest-Horizont
WetterquelleMeteoSchweiz

Damit ist der 28. August das relevante roter Mond Schweiz-Ereignis für Basel im Jahr 2026. Die totale Mondfinsternis vom 3. März 2026 war aus Europa nicht sichtbar. Beim August-Termin liegt Basel dagegen im Sichtbarkeitsgebiet, verliert den Mond aber noch vor dem globalen Ende der Finsternis unter dem Horizont.

Fragen und Antworten zum Blutmond 2026 in Basel

Wann ist der Blutmond 2026 in Basel?

Am Freitag, 28. August 2026. Die Halbschattenphase beginnt ungefähr um 03:23 Uhr MESZ. Die deutlich sichtbare partielle Mondfinsternis startet um etwa 04:34 Uhr.

Wann ist das Maximum in Basel?

Das astronomische Maximum liegt gegen 06:12:49 Uhr MESZ. Der Mond steht zu diesem Zeitpunkt nur noch ungefähr fünf Grad über dem Westsüdwest-Horizont.

Was wird beim Maximum zu sehen sein?

Ein sehr grosser Teil der Mondscheibe befindet sich im Kernschatten der Erde. Die umbrale Magnitude beträgt 0,9299. Die Finsternis bleibt damit knapp partiell und erreicht keine Totalität.

Wird der Mond wirklich rot?

Teile der verdunkelten Mondscheibe können kupferfarben, orange bis dunkelrot erscheinen. Die genaue Farbe lässt sich nicht präzise vorhersagen, weil auch Zustand und Transparenz der Erdatmosphäre Einfluss darauf haben.

Wo sollte man in Basel stehen?

Geeignet ist ein Standort mit möglichst freier Sicht nach Westsüdwest. Erhöhte offene Bereiche auf dem Bruderholz und andere freie Aussichtslagen kommen infrage. Der konkrete Horizont sollte vorher kontrolliert werden, weil der Mond beim Maximum extrem tief steht.

Kann man die Finsternis aus der Basler Innenstadt sehen?

Grundsätzlich ja, besonders während der früheren partiellen Phase. Rund um das Maximum können hohe Gebäude den Mond jedoch verdecken. Eine offene Sichtachse Richtung Westsüdwest ist dann entscheidend.

Braucht man ein Teleskop?

Nein. Die Finsternis ist mit blossem Auge sichtbar. Ein Fernglas oder Teleskop zeigt die Schattengrenze und Strukturen auf der Mondoberfläche detaillierter.

Braucht man eine Schutzbrille?

Nein. Eine Mondfinsternis ist für die Augen ungefährlich und kann direkt beobachtet werden. Schutzfilter sind bei direkter Sonnenbeobachtung erforderlich, nicht beim Blick auf den verfinsterten Mond.

Wann geht der Mond in Basel unter?

Der Monduntergang liegt am 28. August ungefähr gegen 06:49 Uhr MESZ. Wegen Gebäuden, Bäumen oder Gelände kann der Mond an einem konkreten Standort schon einige Minuten früher verschwinden.

Was ist der wichtigste Tipp für den 28. August?

Nicht erst beim Maximum nach draussen gehen. Ab etwa 04:34 Uhr ist die partielle Phase sichtbar, und zu diesem Zeitpunkt steht der Mond noch wesentlich höher. Für das Maximum braucht Basel einen ungewöhnlich freien Horizont Richtung Westsüdwest.

Verwendete Materialien: NASA Goddard Space Flight Center Eclipse Predictions, NASA Lunar Eclipse Catalog, NASA Science Eclipse Safety, Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, Basel Tourismus.

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